11. März 1933

SA-Männer stürmen ein weiteres Mal das Rathaus und besetzen das Bundeshaus des „Reichsbanners“. Sie beschimpfen und misshandeln die Bürgermeister Ernst Reuter und Herbert Goldschmidt. Währen ein Polizist Reuter vor weiteren Übergriffen schützt, wird Goldschmidt auf die Straße gezerrt und gezwungen, mit Hitlergruß die Hakenkreuzfahne zu grüßen. Die SA treibt ihn anschließend zum Bundeshaus, wo sie ihn weiter schikaniert. Das Haus des „Reichsbanners“ nutzt die SA unter dem Namen „Horst-Wessel-Haus“ als „wildes Konzentrationslager“. Wenig später wird das Gebäude von der Gestapo in Besitz genommen. Fortan dient das nunmehr „Braune Haus“ als Vernehmungs- und Folterzentrale für politische Gegner des Nationalsozialismus.