24. April 1933

Nach den Kommunalwahlen vom 12. März werden auf Basis des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ politische „Säuberungen“ vorgenommen. Der neue nationalsozialistisch und deutschnational dominierte Magistrat beschließt auf seiner Sitzung am 24. April die Entlassung des Oberbürgermeisters Reuter, des Bürgermeisters Dr. Herbert Goldtschmidt, des Stadtkämmerers Max Pulvermann, des Stadtmedizinalrats Dr. Paul Konitzer, des Stadtschulrats Dr. Gustav Robert Löscher sowie der Stadträte Wilhelm Haupt und Ernst Wittmaack. Stadtrat Dr. Arnold wird in den Ruhestand versetzt. Im Sommer wird auch Johannes Göderitz, Stadtrat für den Hochbau, entlassen. Insgesamt kommt es in Magistrat und Stadtverwaltung in den ersten Monaten der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ zur Entlassung von etwa 600 städtischen – vor allem sozialdemokratischen – Angestellten.