12. Dezember 1935

Die Staatspolizeistelle verfügt die vorläufige Schließung des Kaufhauses Barasch. Dem Besitzer wird mitgeteilt, dass das Geschäft erst am 14. Dezember nach Austausch aller leitenden Angestellten durch „arisches“ Personal wieder öffnen könne. Zuvor hatte ein Informant männliche Angestellte denunziert, „ernst zu nehmende Sittlichkeitsvergehen“ gegen weibliche Angestellte begangen zu haben. In allen Fällen geht es um Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden, die vor den Nürnberger Gesetzen als völlig normal erachtet worden wären.