25.-27. Oktober 1939

Die in Magdeburg lebenden Sinti und Roma werden polzeilich vorgeladen und über den „Feststellungserlass“ des Reichssicherheitshauptamtes in Kenntnis gesetzt. Der Erlass fordert die generelle Unterbringung der „Zigeuner“ in besonderen Sammellagern. Fortan sind fast alle Sinti und Roma der Stadt gezwungen, im Lager am Holzweg zu leben. Bei Zuwiderhandlungen droht die Einweisung in ein Konezntrationslager. Unter den Vorgeladenen ist auch die Sintezza Erna Lauenburger („Unku“). Sie muss sich und ihr Kind am 25. Oktober schriftlich verpflichten, den Wohnort im Lager nicht zu verlassen. Viele der so festgesetzten Sinti und Roma sind so aufgrund des Wanderverbots der Existenzgrundlage beraubt. Insbesondere die Männer sind fortan gezwungen, sich als schlecht bezahlt Hilfsarbeiter zu verdingen.