Unerwünscht – Vertrieben – Emigriert

Stele RathausWie in den vergangenen Jahren führen wir in Zusammenarbeit mit der AG „Rathaus ohne Nazis“ mit Stadtverordneten aller Fraktionen eine Aktion zur Erinnerung an die 1933 vertriebenen Kommunalpolitiker_innen und kommunale Verwaltungskräfte durch. Die Veranstaltung ist als „Meilenstein der Demokratie“ Teil der Proteste gegen den Naziaufmarsch. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr die Gedenkstele am Seiteneingang des Rathauses. Nach einer kurzen Einführung geht es in der Rathausdiele weiter, die auf Beschluss den Namen „Ernst-Reuter-Diele“ tragen soll. Die Aktion endet gegen 16 Uhr.

In diesem Jahr erinnern wir vor allem an Menschen, die nach ihrer Vertreibung aus dem kommunalen Amt auf oft mühsamen Wegen Hilfe und Unterstützung in verschiedenen Ländern der Welt fanden. Viele der Personen, die vorgestellt werden, kehrten nach Kriegsende nach Deutschland zurück und wurden wieder in der Politik, der Verwaltung oder im Universitätsbetrieb aktiv.

Erinnert wird an Dr. Heinrich Braun (Mitbegründer und Syndikus des Reichsbanners Schwarz Rot Gold), Siegmund Crummenerl (Stadtverordneter für die SPD), Dr. Heinz Lewin-Guradze (Magistratsrat), Dr. Emil Hammerschlag (Stadtverordneter für die SPD, ausgeschieden 1931), Eugen Petzall (Stadtverordneter und unbesoldeter Stadtrat für die Demokratische Partei, später Staatspartei), Max Pulvermann (Stadtkämmerer), Ernst Reuter (SPD, Oberbürgermeister) und Wolfgang Seiferth (Direktor der Volkshochschule).