1942

14. Jan. 1942

In Vorbereitung auf die Deportationen werden die Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft aufgefordert, alle Woll- und Pelzsachen, Skier sowie Bergschuhe bei der Verwaltung abzuliefern.

14. April 1942

Etwa 1.000 Juden – davon 153 aus Magdeburg – werden aus den Bereichen der Gestapo-Leitstellen Magdeburg, Potsdam und Berlin in das Warschauer Ghetto deportiert. Sie treffen dort am 16. April ein.

22. Mai 1942

Wegen angeblicher „Herumtreiberei“ auf dem Breiten Weg wird der Sinto Paul K. verhaftet. Nach achttägigen Aufenthalt im Polizeigefängnis wird er wieder entlassen.

17. Juni 1942

Alle Mitglieder der jüdischen Gemeinde werden aufgefordert, Heiz- und Kochgeräte sowie Plattenspieler und Schallplatten der Verwaltung auszuhändigen.

3. Juli 1942

Das Konsistorium der ev. Kirchenprovinz Sachsen erinnert die Superintendentur in Magdeburg mit scharfen Worten daran, keine Taufen von Juden mehr vorzunehmen.

11. Juli 1942

Philipp Schmulewitz, 1936/37 in einem Schauprozess wegen angeblich illegalen Devisenhandels verurteilt, wird auch dem Zuchthaus nach Auschwitz deportiert. Dort kommt er ums Leben.

3. Aug. 1942

Das Oberfinanzpräsidium erhält alle Begleitakten zu den im Juni deportierten Juden. Hierzu gehören auch die Empfangsbestätigungen für die Schlüssel zu ihren ehemaligen Wohnungen.

26. Okt. 1942

Das Landgericht Magdeburg annulliert die Ehe von Moritz Choinowski, in Polen gebürtiger Jude, und Margarethe Choinowski. Das Urteil wird am 6. Januar 1943 rechtskräftig.