1. Juni 1938

In der Kleinen Schulstraße 24 beginnt der Unterricht in der Magdeburger „Judenschule“. Fortan werden hier unter beengten Verhältnissen 85 Schüler unterrichtet. Auf Weisung aus Berlin dürfen jüdische Kinder und Jugendliche ab 1938 bis auf wenige Ausnahmen nur noch in gesonderten „Judenschulen“ unterrichtet werden. Damit sollen jüdische Kinder weiter isoliert und ausgegrenzt werden. Bereits im Mai 1937 hatte die Stadtverwaltung Magdeburg die Beschulung jüdischer Kinder in gesonderten Schulen gefordert.