13. April 1945

Bei einem Massaker von Volkssturmeinheiten und Angehörigen der Hitlerjugend sterben auf dem Gelände des Stadions Neue Welt mindestens 42 Häftlinge des evakuierten KZ Polte-Magdeburg. Einige Stunden zuvor hatten die Volkssturmzüge etwa 3.500 Häftlinge vom Außenkommando gewaltsam Richtung Osten durch die Stadt getrieben. Das alles geschieht während der Kriegshandlungen um die Einnahme der Stadt. Dabei geraten die Häftlinge bei einer Rast auf dem Stadiongelände unter Artilleriebeschuss amerikanischer Truppen. Unter Panik versuchen die Häftlinge Deckung zu finden, woraufhin die Wachmannschaften auf die Fliehenden das Feuer eröffnet. Nach dem Massaker werden die Überlebenden erneut zusammengetrieben und in Marsch gesetzt. Als die weiblichen Häftlinge schließlich das KZ Ravensbrück erreichen, sind von den knapp 3.000 Frauen des Außenkommandos nur noch etwa 600 am Leben. Die männlichen KZ-Häftlinge aus Magdeburg marschieren weiter Richtung Sachsenhausen.