Die in Magdeburg lebenden Sinti* und Roma* werden polizeilich vorgeladen und über den “Feststellungserlass” des Reichssicherheitshauptamtes in Kenntnis gesetzt. Unter den Vorgeladenen ist auch Erna Lauenburger (genannt “Unku”). Sie muss sich und ihr Kind am 25. Oktober schriftlich verpflichten, den Wohnort im Lager nicht zu verlassen.
Der Erlass fordert die generelle Unterbringung in besonderen Sammellagern. Fortan sind fast alle Betroffenen gezwungen, im Lager am Holzweg zu leben. Bei Zuwiderhandlungen droht die Einweisung in ein Konzentrationslager. Viele der Festgesetzten sind so aufgrund des Wanderverbots der Existenzgrundlage beraubt. Insbesondere die Männer sind damit gezwungen, sich als schlecht bezahlt Hilfsarbeiter zu verdingen.