20. März 1936

Vor dem Hintergrund der antisemitischen Kampagne gegen das Kaufhaus Barasch muss dessen Inhaber, Hermann Broder, das Unternehmen an den „arischen“ Kaufmann Willibald Lemke verkaufen. Broder sah sich der Kampagne schutzlos ausgeliefert und war besorgt – analog zu seinen leitenden Angestellten – ebenfalls bezichtigt zu werden, sexuelle Beziehungen zu „Ariern“ zu haben.