1936

12. März 1936

Alle Versammlungen der noch zugelassenen jüdischen Organisationen werden bis zur Reichstagswahl am 29. März verboten. So soll jede jüdische politische Tätigkeit unterbunden werden.

24. April 1936

Der Oberpräsident der Provinz Sachsen und der preußische Wirtschaftsminister weisen an, sämtliche jüdischen Handelsvertreter durch „arische“ Beauftragte zu ersetzen.

24. Juli 1936

Im Rahmen einer gezielten Aktion gegen die Zeugen Jehovas werden 16 Mitglieder der verbotenen Glaubensgemeinschaft verhaftet. Bis Ende des Jahres kommen weitere 40 Angehörige hinzu.

Herbst 1936

Die Staatspolizei Magdeburg zerschlägt eine trotzkistische Widerstandsgruppe, die vor allem in der Altstadt aktiv gewesen ist. Zwei ihrer Mitglieder, Max Laufer und Oskar Krämer, können aus der Haft entkommen.